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Pfarrkirche Prutz - Maria Himmelfahrt

Die Kirche mit Turm, die Weihnachtskrippe von 1840, die Friedhofskapellen mit dem Bildnis von der heiligen "Kümmernis", der Friedhof und das Kriegerdenkmal.
Die Texte sind teilweise dem "Bilderbuch der Heimat Prutz-Faggen" von Annelies Schranz entnommen.

Die Kirche - ein Juwel aus alter Zeit

Mit Sicherheit kann man davon ausgehen, dass es bereits im 7./8. Jahrhundert eine Kirche in Prutz gegeben hat. Die erste schriftliche Aufzeichnung geht auf das Jahr 1027 zurück. 1220 wird erstmals ein Seelsorger namentlich erwähnt (Hainricus plebanus de Prutes).
Ausgrabungen zufolge ist die alte romanische Kirche durch Inn und Fagge etwa zwei Meter hoch eingemurt worden. 1520 wurde die Kirche abgetragen und vermutlich auf den alten Fundamenten ein neues Gotteshaus errichtet. 
Die Pfarrkirche ist im Laufe der Zeit immer wieder metertief eingemurt und feucht geworden. 1972/73 wurde sie schließlich entfeuchtet. Die Fundamente wurden "abgeschnitten" und mit einer Feuchtigkeitssperre versehen. 

Der Kirchturm

ist angeblich das älteste Bauwerk von Prutz. Er hat nahezu 1000 Jahre Wind und Wetter getrotzt. Laut Denkmalamt zählt er zu den schönsten Türmen Tirols.
Er ist 52 Meter hoch, schlank und spitz. Auffallend sind die vier übereinander angeordneten Rundbogenfenster. 2013 wurden diese wegen massiver Taubenplage vergittert. Auffallend ist auch, dass der Kirchturm von Prutz grün gefärbt ist. 

Das Innere der Kirche

Die barocke Innenausstattung wurde fast ausschließlich von heimischen Künstlern geschaffen: Andreas Kölle, Adam Payr, Anton Schueller, Johann Piger, Josef Zangerl, Franz Laukas, Johann Schraudolph. Der Volksaltar stammt von Hermann Waldhart.

Weitere Informationen stehen im Kirchenführer (siehe Schriftenstand Pfarrkirche).

Hier erscheint zu Weihnachten ein aktuelles Foto

Die Kirchenkrippe

Stammt aus der Zeit um 1840.
Die von der Werkstätte der berühmten Familie Giner aus Thaur geschaffene Krippe fristete jahrzehntelang eine "verstaubtes Dasein". Pfarrer Albert Markt hat 1992 eine ungewöhnliche Restaurierungswelle in Gang gesetzt. Und so konnte die Krippe 1995 erstmals wieder aufgestellt werden. Sie steht während der Weihnachtszeit in der Antoniuskapelle, einer Seitenkapelle der Pfarrkirche.

Die Friedhofskapellen

Es handelt sich hier um zwei Kapellen unter einem Dach (das teilweise 2013 erneuert wurde). Die Johannes- oder Filomenakapelle und die etwas kleinere Totenkapelle sind unterschiedlichen Alters. Sie wurden zusammengebaut und durch eine vergitterte Öffnung in der Zwischenmauer miteinander verbunden. 

Filomenakapelle
Ihr Bau dürfte bis in die romanische Zeit zurück reichen. Die Fresken weisen auf das Jahr 1350 hin. Interessant sind die Fresken des hl. Bartholomäus und der hl. Kümmernis. Ein lebensgroßes, gotisches Kruzifix sowie die am Fuß stehende Schmerzensmutter geben dem Raum eine würdige Stimmung. 
Die Filomenakapelle war einst Taufkirche.
Heute ist sie Aufbahrungskapelle.

Die Totenkapelle
Sie ist/war die Grabeskirche der adeligen Prutzer Familie Payr vom Oberen Turm. Darin befinden sich seltsame Sehenswürdigkeiten: ein Tafelbild mit der Darstellung der Familie Payr; die Bilder von den "vier letzten Dingen" (Maler Schranz); im Tabernakelaufbau eine Skulptur der Pieta aus Ton, über die man sich wunderbare Legenden erzählt. 
Heute pilgern viele Christen in diese Kapelle, um dort eine Opferkerze anzuzünden.

Der Friedhof

"Die Prutzer müssen zweimal sterben; das zweite Mal ertrinken sie im Grab". Dieser makabere Spruch weist darauf hin, dass bis zur Trockenlegung und Neuanlage des Prutzer Totenackers das Grundwasser bis zu den Särgen hoch kam. Heute ist der Friedhof trocken und sehr harmonisch angelegt, sodass er vom Land Tirol sogar mit einer goldenen Ehrenurkunde ausgezeichnet wurde.

Das Kriegerdenkmal

wurde 1968 vom heimischen Künstler Engelbert Gitterle aus weißem Marmor geschaffen und ist am Kirchenvorplatz aufgestellt. Es stellt die Schmerzensmutter Maria mit ihrem toten Sohn dar - Sinnbild für Frauen und Mütter in der Kriegszeit.
Auf dem Altartisch sind die Namen der Gefallenen beider Weltkriege heraus gemeißelt.

Das Pfarrhaus

Die Grundmauern des Prutzer Widums stammen aus dem 12. Jahrhundert. 1993/94 wurde es aufwendig und stilgerecht renoviert.
Im Parterre befinden sich das Seelsorgeraumbüro sowie Sitzungszimmer, die auch u.a. für Pfarrkaffee und für Nachmittage für "Junggebliebene" verwendet werden.
Darüber liegt die Wohnung und das Arbeitszimmer des Dekans, seiner Häuserin und die Wohnung für einen Vikar.